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Erfolgreiche Investition in eine Lasertec 30 SLM 2nd Generation von DMG MORI

: DMG MORI


Die 1948 gegründete Modellbau Clauß GmbH & Co. KG aus Neukirchen bei Chemnitz hat ihren Ursprung in der Fertigung von Gießereimodellen – zunächst aus Holz, später aus Kunststoff und mit den ersten CNC-Werkzeugmaschinen auch aus Metall. Das Leistungsspektrum umfasst heute außerdem Formen und Prototypen. Mit 45 Fachkräften beliefert der Familienbetrieb Kunden aus dem Automobilbau sowie dem Maschinen- und Anlagenbau. Seit 2003 arbeitet Modellbau Clauß mit Dreh- und Fräsmaschinen von DMG Mori. 2018 folgte im Bereich des 3D-Drucks die Investition in eine LASERTEC 30 SLM 2nd Generation für die Additive Fertigung metallischer Bauteile.

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Im Pulverbett lassen sich auch filigranste Geometrien mühelos realisieren.

Im Pulverbett lassen sich auch filigranste Geometrien mühelos realisieren.

„In der Fertigung von Modellen und Prototypen profitieren wir von der stetigen Weiterentwicklung des 3D-Drucks“, weiß Ulli Clauß. Gemeinsam mit seinem Bruder Rico Clauß – sie leiten das Unternehmen bereits in dritter Generation – hat er die Fertigung des Unternehmens um diese Technologie erweitert. „Nach den ersten 3D-Druckern für Kunststoffmodelle haben wir schnell das Potenzial in der Herstellung von Prototypen aus Metall erkannt“, ergänzt Rico Clauß.

Neue Potenziale und Bauteilgeometrien im Pulverbett

Die Zusammenarbeit mit DMG Mori – fünf Werkzeugmaschinen nutzt Modellbau Clauß bereits – erstreckt sich inzwischen auch auf den 3D-Druck. „Die LASERTEC 30 SLM 2nd Generation ergänzt unseren Maschinenpark auf optimale Weise“, beurteilt Ulli Clauß positiv. Mit der Pulverbettmaschine könne man in einem Bauraum von 300 x 300 x 300 mm hochkomplexe und filigrane Bauteile, beispielsweise aus Aluminium oder Stahl, herstellen. „Subtraktiv wären solche Geometrien nicht zu realisieren.“ Die Kombination mit den DMG Mori 5-Achs-Maschinen erlaube zudem eine hochgenaue Nachbearbeitung der additiv gefertigten Bauteile, die auf konventionelle Art nicht herstellbar sind.

In solch komplexen Geometrien sehen Rico und Ulli Clauß den großen Mehrwert des Selektiven Laserschmelzens im Pulverbett: „Damit lassen sich hochkomplexe Bauteilanforderungen erfüllen und neue Geschäftsfelder erschließen.“ Ein aktuelles Beispiel seien Werkzeugformen für Karbonfelgen. „Dank der LASERTEC 30 SLM 2nd Generation können
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Die Werkstücke werden extern programmiert und an die CELOS-App RDesigner übergeben. Hier erfolgt eine anwenderfreundliche CAM-Programmierung der CAD-Daten.

Die Werkstücke werden extern programmiert und an die CELOS-App RDesigner übergeben....

wir jetzt die erforderlichen konturnahen Kühlkanäle realisieren.“

rePLUG – Materialwechsel sicher und rasch

Modellbau Clauß hat die LASERTEC 30 SLM 2nd Generation mit insgesamt drei rePLUG Pulvermodulen angeschafft. „Somit haben wir immer unterschiedliche Metallpulver griffbereit“, erklärt Ulli Clauß. Die einzelnen Module könne ein Bediener in unter zwei Stunden wechseln, selbstverständlich kontaminationsfrei. Rico Clauß sieht zudem einen Vorteil in dem geschlossenen Materialkreislauf: „Dadurch haben wir ein absolut sicheres Pulver-Handling.“

CELOS innovativ und durchgängig

Die LASERTEC 30 SLM 2nd Generation ist mit der einheitlichen Steuerungs- und Bedienoberfläche CELOS ausgestattet. Durch die abgestimmte und einheitliche Bedienoberfläche lassen sich geometrisch hochkomplexe Bauteile mit einem minimalen Zeitaufwand extern programmieren und an der Maschine übernehmen. „Die Maschine ist ein komplett offenes System. Das heißt, alle Maschineneinstellungen und Prozessparameter lassen sich individuell anpassen“, gibt Ulli Clauß einen Einblick in die Praxis. In der CELOS-App RDesigner erfolgt die CAM-Programmierung auf Basis von CAD-Modellen. Ebenfalls integriert ist die Heat Calculation. Sie berechnet die Masseverteilung im Voraus und passt die Laserparameter
automatisch an. Die CELOS-App JOB CONTROL liefert alle relevanten Maschinen- und Jobparameter – inklusive kamerabasierter Prüfung und Fehlerdetektion jeder einzelnen Bauteilschicht.

Neue Dienstleistung dank Know-how

Mit der Erfahrung im 3D-Druck und insbesondere im Pulverbettverfahren sowie vor- und nachgelagerten Prozessschritten wie Konstruktion und Nachbearbeitung kann Modellbau Clauß ein weiteres Standbein aufbauen. Noch sei die Additive Fertigung nicht in allen Entwicklungsabteilungen angekommen, findet Ulli Clauß: „Wir möchten unseren Kunden die konstruktiven Designfreiheiten aufzeigen und sie dabei unterstützen, ihre Bauteile mit Hilfe der Additiven Fertigung zu optimieren.“

Im Pulverbett lassen sich auch filigranste Geometrien mühelos realisieren.
Die Werkstücke werden extern programmiert und an die CELOS-App RDesigner übergeben. Hier erfolgt eine anwenderfreundliche CAM-Programmierung der CAD-Daten.
Pulverwechsel unter zwei Stunden. Die rePLUG Pulvermodule gewährleisten ein sicheres Pulver-Handling.
Dank SLM-Technologie kann Modellbau Clauß hochkomplexe Prototypen herstellen.
Rico (links) und Ulli Clauß, Geschäftsführer Modellbau Clauß GmbH & Co. KG.
Mit der Additiven Fertigung metallischer Bauteile hat Modellbau Clauß sein Leistungsspektrum im 3D-Druck abgerundet.
Mit einem Mikroskop überprüft Modellbau Clauß die Gefügedichte der Werkstücke aus dem Pulverbett.

  • flag of de DMG MORI Global Marketing GmbH
  • Walter-Gropius-Straße 7
  • D-80807 München
  • Tel. +49
  • www.dmgmori.com


Bericht in folgenden Kategorien:
Fertigungssysteme, Selective Laser Melting (SLM)

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Das 1964 gegründete Familienunternehmen Weirather Maschinenbau und Zerspanungstechnik GmbH beschäftigt derzeit 25 Mitarbeiter und beheimatet auf etwa 1.200 m² Betriebsfläche einen modernen Maschinenpark aus Dreh- und Fräsbearbeitungszentren, eine Montage und eine Qualitätssicherung. Das Entwicklungsteam besteht aus den beiden Geschäftsführern Günter und Albin Weirather und deren beiden Söhnen Mario und Patrick. Ein kleines, schlagkräftiges Team, das den Großen der Branche die Stirn bieten möchte. Das Interview führte Georg Schöpf, x-technik
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