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SLS mit variablem Fokus

: Weirather


Mit der WLS3232 der Weirather Maschinenbau und Zerspanungstechnik GmbH lassen sich dank der Möglichkeit, den Laser unterschiedlich zu fokussieren, erstaunliche Ergebnisse beim Lasersintern erzielen. So sind höhere Geschwindigkeiten bei großen Scanflächen möglich, ohne auf Detailgenauigkeit bei feinen Strukturen verzichten zu müssen. Von Georg Schöpf, x-technik

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Auch bei schmalen Stegen ist eine trennscharfe Kante zwischen waagrechten und senkrechten Flächen möglich.

Auch bei schmalen Stegen ist eine trennscharfe Kante zwischen waagrechten und...

Das Tiroler Maschinenbauunternehmen Weirather hat auf der letzten formnext für Furore gesorgt. Nach nur zweieinhalb Jahren Entwicklungszeit hat das Unternehmen eine Lasersinteranlage auf den Markt gebracht, die sich durch spannende Features auszeichnet. Wie bereits in der Ausgabe 1/2019 der Additiven Fertigung ausführlich berichtet, zählt neben einem cleveren Temperaturmanagement und einem genauso einfachen wie effizienten Rüstkonzept auch die Möglichkeit, den Strahlfokus der Laserquelle zu steuern, zu den Besonderheiten der Maschine. Welche Möglichkeiten dadurch entstehen, zeigen die Tiroler eindrücklich an den jüngsten Ergebnissen, die mit der WLS3232 erzielt werden konnten.

Präzise und doch schnell

„Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir uns als Newcomer im Bereich des Lasersinterns mit unseren Wettbewerbern messen müssen. Aber die jüngsten Ergebnisse stimmen uns sehr zuversichtlich. So ist es uns in den letzten Versuchen gelungen, saubere und dichte Stege mit einer Wandstärke von 0,4 mm zu realisieren und auch im Bereich der Bohrungen Durchmesser von 0,6 mm sowohl stehend als auch liegend herzustellen. Damit lassen sich auch exakte innen- bzw. außenliegende Schriftzüge einfach realisieren. Die reproduzierbare Bauteiltoleranz bei einer Höhe von 90 mm beträgt +/- 0,15 mm für stehende und liegende Flächen“, freut sich Günter Weirather, Geschäftsführer der Weirather Maschinenbau und Zerspanungstechnik GmbH. So schafft die Anlage eine exakte und präzise Kantenschärfe an Deck- und Überhangsflächen. „Durch eine geeignete Prozesssteuerung gelingt es uns jetzt auch, dass an den Flächen nur mehr schwach anhaftendes Pulver zurückbleibt. Das ermöglicht es, die Teile sehr leicht mit Pressluft zu reinigen und sofort eine feine Oberfläche zu erhalten, die oftmals keine Nachbearbeitung mehr erfordert“, bringt Weirather die neuesten
Verbesserungen auf den Punkt und ergänzt: „Zusammen mit der Möglichkeit, den Strahlfokus zu beeinflussen, kann innerhalb eines Baujobs die Scangeschwindigkeit signifikant erhöht und größere Flächen viel schneller abgetastet werden, ohne in den Randbereichen an Präzision Einbußen zu erleiden. Dadurch konnte beispielsweise ein Probenkörper mit einem Volumen von 92,9 cm³ um 15 % schneller gebaut werden.“

Auch bei schmalen Stegen ist eine trennscharfe Kante zwischen waagrechten und senkrechten Flächen möglich.
Prozesssicher dünne Wände und gleichmäßige Spalte realisieren zu können, zählt zur Pflicht beim Selektiven Lasersintern.
Durch einen variablen Strahlfokus kann eine sehr gute Kantenqualität bei gleichzeitig hoher Bauleistung erzielt werden.


Bericht in folgender Kategorie:
Fertigungssysteme

Im Gespräch

/xtredimg/2020/Additive%20Fertigung/Ausgabe297/22536/web/01_Bild_0237-neu_Kopie.jpgMaschinenbau-Know-how für die Additive Fertigung
Das 1964 gegründete Familienunternehmen Weirather Maschinenbau und Zerspanungstechnik GmbH beschäftigt derzeit 25 Mitarbeiter und beheimatet auf etwa 1.200 m² Betriebsfläche einen modernen Maschinenpark aus Dreh- und Fräsbearbeitungszentren, eine Montage und eine Qualitätssicherung. Das Entwicklungsteam besteht aus den beiden Geschäftsführern Günter und Albin Weirather und deren beiden Söhnen Mario und Patrick. Ein kleines, schlagkräftiges Team, das den Großen der Branche die Stirn bieten möchte. Das Interview führte Georg Schöpf, x-technik
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