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Komplizierteste Formen dank SLM-Technologie

: SLM Solutions


Seit Jahren gilt das oberösterreichische Unternehmen Kraiburg als der Spezialist für Reifen-Runderneuerung und als einer der bedeutendsten Lieferanten für Reifenmaterial und branchenspezifische Problemlösungen aller Art. Die Kraiburg-Reifenformen, die ihren Einsatz in der Runderneuerung von LKW-Reifen finden, werden auf einer SLM 500 von SLM Solutions hergestellt.

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Die Kraiburg-Reifenformen werden mittels Selective Laser Melting- Technologie hergestellt.

Die Kraiburg-Reifenformen werden mittels Selective Laser Melting- Technologie...

Die Kraiburg Austria GmbH & Co. KG, ein international agierendes Familienunternehmen mit ca. 300 Mitarbeitern, verarbeitet für die Reifen-Runderneuerung ausschließlich Kautschukware der besten Qualität und bietet für jeden Einsatz- und Anwendungsbereich vom LKW bis hin zu Großreifen für Erdbewegungsmaschinen das richtige Profil und die optimale Mischung.

Als größter europäischer Spezialist für Runderneuerungsmaterial produziert Kraiburg Austria Qualitätsmaterial sowohl für das Heiß- als auch das Kalt-Runderneuerungsverfahren: Mischung und Profil sind jeweils auf den Einsatz und ihre individuellen Anforderungen abgestimmt. Hierfür werden am Standort in Geretsberg (OÖ) unter anderem vorvulkanisierte Reifenlaufflächen mit einer Länge von 10 m auf mehretagigen Pressen produziert. Diese Laufflächen werden dann an Runderneuerer in ganz Europa geliefert, die damit ihrerseits den abgefahrenen LKW-Reifen ein zweites Leben einhauchen.

SLM bietet mehr Möglichkeiten

Die Selective Laser Melting (SLM) Technologie ermöglicht dem Kraiburg-Formenbau selbst komplizierteste Formen zu produzieren, die mit den gängigen Fertigungsverfahren wie Fräsen und Gießen nicht oder nur sehr schwierig zu fertigen wären. Für die Herstellung der Reifenformen zur Runderneuerung von LKW-Reifen, steht eine SLM 500 von SLM Solutions zur Verfügung. Die Selective Laser Melting-Maschine stellt einen Bauraum von 500 x 280 x 365 mm³ und eine patentierte Mehrstrahltechnik bereit. Mit der Twin- (2 x 400 W oder 2 x 700 W) sowie der optionalen Quad- (4 x 400 W oder 4 x 700 W) Optikkonfiguration ist die Maschine gezielt für den Einsatz im produktiven Umfeld
ausgelegt.

Das System verfügt über ein vollautomatisiertes Pulvermanagement zwischen der SLM Maschine und der angeschlossenen Pulver-Versorgungseinheit. Das Metallpulver wird kontinuierlich gesiebt und dem Bauprozess zugeführt, wodurch ein zeitaufwendiges und manuelles Nachfüllen der Maschine entfällt. Über eine separate Entnahmestation sind Arbeiten, wie z.B. das Reinigen des Zylinders und die Bauteilentnahme effizient auszuführen. Mit einem zweiten Bauzylinder kann parallel der Folgebauprozess gestartet werden. Bei den verwendeten Materialien wurde im ersten Schritt auf Aluminium gesetzt – in weiterer Folge sind auch Reifenformen mit hoher Lamellenanzahl aus Stahl geplant.

Neue Reifendesigns

„Der 3D-Druck ermöglicht uns, Reifendesigns mit Hinterschnitten und Lamellen mit 3-dimensionaler Struktur und variabler Stärke in einem Arbeitsschritt zu erstellen“, so Thorsten Schmidt, General Manager Kraiburg Austria. Durch die geschickte Kombination bestehender Fertigungsschritte mit dem SLM Verfahren kann der Anteil der zu druckenden Formenbereiche gering und damit ein Kostenvorteil erreicht werden. Hierbei werden die Restriktionen der „alten“ Fertigungsmethoden aufgehoben und völlig neue Möglichkeiten hinsichtlich Design und Funktion eröffnet.

Die Kraiburg-Reifenformen werden mittels Selective Laser Melting- Technologie hergestellt.
In der High-Performance Maschine SLM 500 mit der Quad-Optikkonfiguration sind pro Schicht vier Faserlaser gleichzeitig im Einsatz.


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Im Gespräch

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Vor Übernahme seiner heutigen Position war Gerd Weber seit Mai 2013 Leiter der Zentralen Produktionsplanung und -steuerung. Er kam 2011 zu Premium Aerotec, zunächst als Leiter der Zentralen Dienste und des Produktionsmanagements am Standort Nordenham. Im März 2003 startete er seine Laufbahn bei Airbus, zunächst im Kabinenausstattungswerk in Laupheim, ab 2006 übernahm er die Entwicklungsleitung für die Long-Range-Systemintegration in Hamburg. Im Jahr 2007 wurde er mit dem Aufbau und der Leitung des A380-Manufacturing Engineering in Toulouse betraut. Mit diesen Erfahrungen übernahm er 2010 die transnationale Leitung der A350-Industrialisierung für Rumpf und Kabine und war für den Aufbau des harmonisierten Produktionssystems der Airbus-Werke verantwortlich. Das Interview führte Georg Schöpf / x-technik
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