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Funktion trifft Ästhetik

: FIT


Wenn man es genau betrachtet, hat die Additive Fertigung viel mit Bergsteigen gemeinsam. Es ist herausfordernd, benötigt gründliche Vorbereitung und viel Erfahrung, wenn man einen hohen Gipfel bezwingen will. Aber es lohnt sich. Genau das Gleiche gilt, wenn man wegweisende, innovative Teile mithilfe Additiver Fertigung produzieren will.

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Je nach Spezifikation kann auch ein günstigeres Kunststoffteil produziert und dann die Metalleigenschaft durch Galvanisierung erreicht werden.

Je nach Spezifikation kann auch ein günstigeres Kunststoffteil produziert und...

Vergleicht man die Möglichkeiten der Additiven Fertigung mit einem anspruchsvollen Hochgebirgsterrain so verspricht die FIT Additive Manufacturing Group, dass sie ihre Kunden als Bergführer zielsicher ans Tourenziel begleitet. Der bekannte Dienstleister in der Additiven Fertigung bietet professionellen Prototypenbau, Ersatzteilfertigung sowie Produktionshilfsmittel an. Des Weiteren beherrscht FIT die Fertigungen von Einzelteil- und Kleinserien, von echten Serien sowie individualisierten Serien.

Ein Gipfel-Gustostück

Die Nachbearbeitung nimmt bei der Additiven Fertigung einen wichtigen Raum ein, insbesondere wenn es um die Veredelung des fertig gebauten Teils geht. Eines der anspruchsvollsten Verfahren ist das Metal Coating durch Galvanisieren, das als Post-Processing-Leistung im Anschluss an die Produktion per 3D-Druck bei FIT aus einer Hand angeboten wird. Zur Vorbereitung des Galvanisierungsprozesses wird ein Bauteil über ein gesondertes Verfahren leitfähig gemacht und in ein Elektrolyt gehängt. Durch das Anlegen einer leichten Spannung am Bauteil beginnt eine elektrochemische Abscheidung von Nickel oder Kupfer, das sich an der geladenen Oberfläche des Bauteils zu einer Metallschicht ansammelt. Die bei FIT eingesetzte und dort selbst entwickelte Prozesstechnik basiert auf einer speziell angefertigten Galvanik-Anlage mit vier parallel zu bestückenden Bädern à 1.000 l, in denen abwasserfrei und umweltschonend mit Nickel und/oder Kupfer beschichtet werden kann. Einmalig in Europa ist das Verfahren des kontaktlosen Galvanisierens.

Die besonderen Vorteile von Metal Coating

Metal Coating ist anwendbar auf
additiv gefertigte Kunststoff- und Metallteile und bildet eine fest verbundene Metalloberfläche. Es dient sowohl der optischen Bauteilveredelung durch eine ansprechende Metallästhetik als auch der funktionalen Verbesserung der mechanischen und elektrischen Produkteigenschaften. So können Festigkeit und Steifigkeit je nach Material des Bauteils durch Metal Coating um den Faktor 10 erhöht werden, die maßliche Langzeitstabilität kann verbessert und eine hervorragende Leitfähigkeit erzielt werden.

Für Carl Fruth, Gründer und Vorstandsvorsitzender der FIT Additive Manufacturing Group, ist Metal Coating aus dem Produktionsbetrieb nicht mehr wegzudenken. „Wir müssen in der Additiven Fertigung immer das technisch Machbare aus der Perspektive des wirtschaftlich Sinnvollen sehen. Hier kommt uns als erfahrenem Fertigungsspezialisten eine entscheidende Verantwortung zu", erklärt er und fügt hinzu: „Nicht umsonst schärfen wir unseren Kunden immer ein, uns so früh wie möglich in ihr 3D-Druck-Projekt einzubinden. Dann haben wir die Möglichkeit, Alternativen zu finden. Gerade Metal Coating ist hier ein Paradebeispiel: Nicht immer ist das echte additiv gefertigte Metallteil nötig. Je nach Spezifikation können wir auch ein günstigeres Kunststoffteil produzieren und dann die Metalleigenschaften durch Galvanisierung erreichen – und das Ganze zu einem Bruchteil der Kosten für ein massives Metallteil."

Je nach Spezifikation kann auch ein günstigeres Kunststoffteil produziert und dann die Metalleigenschaft durch Galvanisierung erreicht werden.
Galvanisieren stellt in der AF eine wirtschaftliche Alternative zu massiven Metallteilen dar.


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Dienstleistungen

Im Gespräch

/xtredimg/2019/Additive%20Fertigung/Ausgabe260/19458/web/Thomas__Fehn.jpgAdditive Zukunft mit Metallen
Trumpf zählt zu den Maschinenpionieren im Bereich der Metall-Additiven Fertigung. Nach einem starken Einstieg im Jahr 2003 hat sich das Unternehmen aus dem Bereich zurückgezogen, um etwa zehn Jahre später ein umso fulminanteres Comeback zu feiern. Nach wie vor zählt der Maschinenbauer aus Ditzingen (D) zu den technologischen Vorreitern. Dr. Thomas Fehn, General Manager Trumpf Additive Manufacturing, schildert, wie Trumpf den Markt um die Additive Fertigung einschätzt. Das Interview führte: Georg Schöpf, x-technik
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