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Die joke ENESKApostpro - professionelle Protektion im Postprocessing.

: joke


Erfolgreiche additive Verfahren müssen inklusive des Postprocessings konsequent zu Ende gedacht werden. Falsch gewählte Werkzeuge oder ein nicht optimaler Bearbeitungsansatz können Bauteile beschädigen und unbrauchbar machen. Die vielen unterschiedlichen Materialien und einzelnen Arbeitsschritte stellen Anwender dabei oft vor Herausforderungen. Dabei wird die wichtige Frage nach Sicherheit und Arbeitsschutz häufig vernachlässigt.

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Dank verschiedenster Anschlüsse und einem großen Arbeitsraum lassen sich unterschiedlichste Bearbeitungsschritte effizient und geschützt erledigen.

Dank verschiedenster Anschlüsse und einem großen Arbeitsraum lassen sich unterschiedlichste...

Die Risikobewertung sollte die möglichen Bearbeitungsschritte, das eingesetzte Material und die Anforderungen an das endgültige Bauteil umfassen. Viele der Arbeitsschritte wie Entpulverung, Supportentfernung, Entgraten oder Oberflächenbearbeitung erfolgen manuell und erfordern eigene Arbeitsplätze, Geräte und Werkzeuge.

Risiken der Nachbearbeitung

Angesichts dieser vielen Facetten werden die sicherheitsrelevanten Aspekte zu häufig aus dem Auge verloren. Oft setzt das Postprocessing hochfeine Pulver oder Stäube frei, die, einmal aufgewirbelt, stundenlang in der Luft verbleiben. Es besteht eine große Gefahr für sämtliche Personen im direkten Umfeld. Diese Stäube werden eingeatmet und nisten sich in den Atemwegen und Lungen ein, können aber vom Körper weder verarbeitet noch abtransportiert werden. Dies ist selbst dann kritisch, wenn die Materialien im Grunde nicht giftig sind. Bei gesundheitsschädlichen Stoffen potenziert sich diese Gefahr. Asthma, Staublunge, auch Krebserkrankungen können die Konsequenzen sein. Da diese Risiken nicht sichtbar sind und Folgen erst später entstehen, sind sie vielen Anwendern weniger bewusst – aber nicht weniger bedrohlich. Bei reaktiven Materialien wie Titan oder Aluminium besteht zudem das Risiko der Verpuffung oder Explosion. Abrasive Arbeiten, z.B. Entgraten oder Fräsen, lassen Funken entstehen, die die in der Luft vorhandenen Stäube mit gravierenden Folgen entzünden können.

Innovative Lösung

joke Technology, der europaweite Marktführer für Produkte
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Die joke ENESKApostpro – professionelle Protektion im Postprocessing.

Die joke ENESKApostpro – professionelle Protektion im Postprocessing.

der manuellen Oberflächenendbearbeitung, hat hier schon vor einiger Zeit eine Marktlücke erkannt. Es fehlte eine Arbeitsstation, die es dem Anwender erlaubte, die Arbeiten im Postprocessing zu erledigen und gleichzeitig ausreichenden Schutz vor den Risiken bot. Carsten Schütz, Head of Sales bei joke Technology, erinnert sich: „Diese sogenannten Entgratboxen mit Absaugung, teils EXgeschützt, boten keinen ausreichenden Schutz für den Anwender, da die Feinstäube überall heraus geblasen wurden.“

Nach intensiver Entwicklung entstand bei joke daher ein neues Produkt – die ENESKApostpro. „Dabei handelt es sich um eine komplett eingehauste Arbeitsstation, an der sämtliche nach der Entpulverung anfallenden Arbeiten erledigt werden können“, so Jürgen Meyer, Leiter der Entwicklung bei joke.

Absaugung der gefährlichen Stoffe

Alle Arbeitsschritte in der ENESKApostpro erfolgen unter permanenter Absaugung. „Erst wenn die Station geschlossen und die Absaugung aktiviert ist, lassen sich die im Inneren angeschlossenen Werkzeuge verwenden. Während der kompletten Bearbeitung ist die Station verriegelt und wird erst nach einer speziellen Abreinigung freigegeben“, erklärt Jürgen Meyer. Dabei wirbeln Luftduschen den Feinstaub selbst in den Ecken der Station auf und saugen ihn ab. Optional gibt es eine Feinstaub-Messautomatik, kurz FSX. Sie überwacht permanent die Staubbelastung und zeigt sie im Display an. Die ENESKApostpro
mit FSX lässt sich nur entriegeln, wenn ein zuvor definierter Grenzwert unterschritten ist.

Geräte-Varianten

joke bietet die ENESKApostpro in zwei Varianten an. Bei nichtreaktiven Stoffen reichen eine Trockenabsaugung und drei Filtersysteme aus, um eine Abluft-Reinheit von 99,995 % zu erreichen. Bei reaktiven Stoffen sind hierfür eine Nassabsaugung und fünf Filtereinheiten nötig. Außerdem werden die Restpulver und -stäube in einem Spezialöl gebunden. Sehr praktisch: Ein Schutzanzug ist lediglich bei Filterwechsel, Entleerung sowie Reinigung der ENESKApostpro notwendig.

Individuelle Ausstattungsmöglichkeiten

Diverse pneumatische und elektrische Mikromotoren, Geräte und Werkzeuge können – unabhängig vom Hersteller – an die Station angeschlossen werden. „So können unsere Kunden die Geräte und Werkzeuge, an die sie gewöhnt sind, auch weiterhin benutzen“, beschreibt Carsten Schütz diesen Vorteil. Ähnlich wie bei einem regulären Arbeitsplatz gibt es für die ENESKApostpro viele Helfer, wie z. B. Schraubstöcke oder Magnetspannkugeln. „Im Grunde genommen ist die ENESKApostpro ein Arbeitsplatz, den ich nach persönlichen Anforderungen einrichte, der optimal ausgeleuchtet ist und der mich vor allen negativen Einflüssen schützt, die bei der Nacharbeit entstehen können“, so Schütz.

Dank verschiedenster Anschlüsse und einem großen Arbeitsraum lassen sich unterschiedlichste Bearbeitungsschritte effizient und geschützt erledigen.
Die joke ENESKApostpro – professionelle Protektion im Postprocessing.
Gerätevorführung beim Kunden vor Ort. joke präsentiert die ENESKApostpro mit und in einem speziellen Transporter direkt bei Kunden.


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Finish, Betriebsmittel, Trennen

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Das 1964 gegründete Familienunternehmen Weirather Maschinenbau und Zerspanungstechnik GmbH beschäftigt derzeit 25 Mitarbeiter und beheimatet auf etwa 1.200 m² Betriebsfläche einen modernen Maschinenpark aus Dreh- und Fräsbearbeitungszentren, eine Montage und eine Qualitätssicherung. Das Entwicklungsteam besteht aus den beiden Geschäftsführern Günter und Albin Weirather und deren beiden Söhnen Mario und Patrick. Ein kleines, schlagkräftiges Team, das den Großen der Branche die Stirn bieten möchte. Das Interview führte Georg Schöpf, x-technik
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