Fachverlag x-technik
search
 

Schließen

PDF


Automatisierte Entpulverung im Großformat

: Solukon


Solukons Reinigungssysteme entfernen zuverlässig Pulverrückstände aus komplexen Metallbauteilen durch automatisiertes Schwenken und gezielte Schwingungsanregung. Mit der SFM-AT-1000-S stellt Solukon ein neues Format zur Entpulverung von Bauteilen bis zu einer Größe von 460 x 460 x 1.000 mm sowie 500 x 280 x 875 mm vor.

/xtredimg/2020/Additive%20Fertigung/Ausgabe295/20635/web/01_SFM_AT_Pressemitteilung.jpg
Die SFM-AT1000-S Reinigungskabine reinigt strahlgeschmolzene Metallbauteile innerhalb einer dichten Prozesskammer mit gezielter Schwingungsanregung und automatisiertem Schwenken.

Die SFM-AT1000-S Reinigungskabine reinigt strahlgeschmolzene Metallbauteile...

Solukon ist ein Hersteller hochwertiger Peripheriesysteme für additive Fertigungstechnologien. Seit der Vorstellung des ersten SFM-AT800-S-Systems im Jahr 2014 gilt das Augsburger Unternehmen international als Pionier auf dem Gebiet der automatisierten Reinigung additiv gefertigter Metallbauteile. Inspiriert von den Bedürfnissen professioneller Anwender entwickelt und produziert Solukon robuste und prozessorientierte Systeme zur automatisierten Entpulverung strahlgeschmolzener Metallbauteile. Die Systeme erfüllen dabei höchste Ansprüche an Funktionalität und sind dank innovativer Sicherheitstechnik für eine sichere Verarbeitung reaktiver und gesundheitsgefährlicher Metallpulver zugelassen.

Rieselfreudiger Kreislauf

Der Solukon-Entpulverungsprozess erfolgt durch programmierbares Schwenken der Bauteile samt Bauplattform um zwei räumliche Achsen. Um den Pulverfluss zu optimieren, wird das Pulver mit regelbarer Frequenzanregung gezielt „fluidisiert“. Damit wird auch die Abreinigung kleinster Öffnungen und Kanäle ermöglicht, was gerade bei thermischen Folgeprozessen von größter Bedeutung ist. Durch den schonenden und kontaminationsfreien Prozess bleibt das freiwerdende Pulver unverändert und kann zur Wiederverwendung ausgeschleust werden. Der Prozess erfolgt vollautomatisiert in geschützter Atmosphäre, sodass der Kontakt mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub vermieden und wertvolle Arbeitszeit eingespart wird.

Neue Möglichkeiten bei Raketenantrieben

Das bisherige Portfolio von Solukon umfasst drei Maschinen, bei der die SFM-AT800-S als größte Maschine ein Beladevolumen von je 800 x 400 x 550
/xtredimg/2020/Additive%20Fertigung/Ausgabe295/20635/web/02_Riesel3.jpg
Das Bauteil wird exakt entlang einer programmierten Bahn bewegt, um verwinkelte interne Kanäle zu Entpulvern. Der Prozess erfolgt in geschützter Atmosphäre und das Pulver kann zur Wiederverwendung gesammelt werden.

Das Bauteil wird exakt entlang einer programmierten Bahn bewegt, um verwinkelte...

mm und 300 kg Bauteilgewicht bietet. Mit Einführung der SFM-AT1000-S stellt Solukon zwei völlig neue Formate mit einer Bauteilgröße von bis zu 460 x 460 x 1.000 mm sowie 500 x 280 x 875 mm vor. Initiiert wurde die Entwicklung durch die Anfrage des Sondermaschinenherstellers AMCM aus Starnberg. AMCM ist Spezialist für die Individualisierung von EOS-Systemen. Mit der Vorstellung der M4K Drucker mit einem Bauteilgrößenspektrum von 450 x 450 x 1.000 mm setzt AMCM einen wegweisenden Meilenstein bei den großformatigen 3D-Druckern. Gerade bei der innovativen Herstellung von 3D-gedruckten Raketenantrieben eröffnet das neue System von Solukon völlig neue Möglichkeiten, da dort häufig großformatige Teile benötigt werden. Auch andere Luft- und Raumfahrtunternehmen sowie darauf spezialisierte Dienstleister erkennen nun die neuen Möglichkeiten und werden bald die Additive Fertigung neu prägen.

Verstärkte Weiterentwicklung

Die SFM-AT1000-S baut im Wesentlichen auf dem System der SFM-AT800-S auf, besitzt aber ein verstärktes Schwenksystem mit neuartigem und besonders kompaktem Aufbau. Ziel der Entwicklung war es, die höheren Lasten souverän zu bewegen, das Kammervolumen aber so gering wie möglich zu halten, um den Schutzgasverbrauch zu minimieren. Das Schwenksystem verfügt über zwei endlos rotierbare Servoantriebe, sodass das Bauteil nicht nur exakt in jede beliebige räumliche Position, sondern auch entlang jeder beliebigen Bahn also z. B. entlang eines mehrfach verdrehten innenliegenden Kanals bewegt werden kann.

Mit einem durchgehend ableitfähigen Aufbau der Kammerkomponenten aus Edelstahl, dem Einsatz bewährter ATEX-Komponenten
und in Kombination mit der sicherheitsüberwachten Schutzgasinertisierung ist auch ein sicheres Handling reaktiver Pulver aus Titan- oder Aluminiumlegierungen gewährleistet. Ein direkter Anschluss an ein Materialaufbereitungssystem ist selbstverständlich.

Die SFM-AT1000-S Reinigungskabine reinigt strahlgeschmolzene Metallbauteile innerhalb einer dichten Prozesskammer mit gezielter Schwingungsanregung und automatisiertem Schwenken.
Das Bauteil wird exakt entlang einer programmierten Bahn bewegt, um verwinkelte interne Kanäle zu Entpulvern. Der Prozess erfolgt in geschützter Atmosphäre und das Pulver kann zur Wiederverwendung gesammelt werden.


Zum Firmenprofil >>


Bericht in folgenden Kategorien:
Finish, Reinigung

Im Gespräch

Arburg.jpgDie Kraft des seriösen Fachjournalismus
Interview mit Dr. Christoph Schumacher, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation der Arburg GmbH + Co KG, die von Anbeginn des Fachmagazins Additive Fertigung in nahezu jedem Heft vertreten war. Wir haben nachgefragt, wie Dr. Christoph Schumacher die Fachpresse, neue Medien und Veröffentlichungen im Allgemeinen sieht und welchen Stellenwert er diesen Themen speziell in Zeiten wie Corona beimisst. Das Interview führte Georg Schöpf, x-technik
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren