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AM-Simulation unter Zeitdruck

: AdditiveLab


Die Anwendung von Simulation in der Additiven Fertigung zur Vermeidung von Baufehlern wird zunehmend zum Muss. Dennoch bleibt Simulation ein komplexes Thema welches Firmen mit hohem Fertigungszeitdruck vom Ankauf und Einsatz abschreckt. Dies haben die Gründer des belgischen Start-ups AdditiveLab verstanden und wollen mit deren Einklick-Simulationslösung klein- und mittelgroßen Unternehmen den Schritt in die Simulationswelt leichtmachen. Von Georg Schöpf, x-technik

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Mit der Software AdditiveLab sind Konstrukteure in der Lage, schon in der Konzeptphase einfach und schnell eine Abschätzung zum Bauprozess zu bekommen.

Mit der Software AdditiveLab sind Konstrukteure in der Lage, schon in der Konzeptphase...

Schon früh waren die Gründer von AdditiveLab überzeugt, dass Software zum Simulieren der Additiven Fertigung eine wesentliche Rolle spielen wird. Die Möglichkeit via Simulation prozesskritische Fehlerquellen zu identifizieren, ist derzeit die effizienteste Möglichkeit das Baufehlerrisiko vor der eigentlichen Fertigung zu minimieren. Mit dieser Überzeugung und dem Ziel Simulation für Ingenieure ohne Simulationserfahrung zugänglich zu machen, wurde das Unternehmen aus Leuven Ende 2018 gegründet.

Simulation als fester Bestandteil

Prozesssimulation ist in der Additiven Fertigung kein neues Thema mehr. Wie in traditionellen Industriezweigen, hat sich mittlerweile Prozesssimulation in der Additiven Fertigung erfolgreich etabliert. Anstatt Baukonfigurationen ausschließlich an Hand von Erfahrung zu designen, können CAD und CAM Ingenieure Bauaufträge mit Simulation im Vorfeld des eigentlichen Fertigungsprozesses optimieren und dadurch das Baufehlerrisiko minimieren. Eine solche Anwendung ist in größeren Firmen meist integraler Bestandteil der Additiven Fertigungsprozesskette. Nach Vorbereitung werden Bauauftrage durch die Simulation geschickt und an Hand der Ergebnisse optimiert. Was für größere Unternehmen zum Standard wird, bleibt für klein- bis mittelgroße Betriebe noch eine Hürde. Anfallende Investitionskosten, Komplexität der Simulationssoftware und hoher Zeitdruck während der Bauvorbereitung halten oft vom Ankauf und Einsatz ab.

Schneller Simulationseinsatz verstärkt Berufserfahrung

Simulation kann aber auch vereinfacht werden, sodass sich die Anwendung auf einen einzelnen Mausklick reduziert.
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Speziell bei der Beurteilung eines Baujobs mit mehreren Teilen gibt eine vorherige Simulation wertvolle Hinweise, welche unterschiedlichen Auswirkungen der Bauprozess auf die einzelnen Teile hat.

Speziell bei der Beurteilung eines Baujobs mit mehreren Teilen gibt eine vorherige...

Dadurch werden die Anwendungszeiten auf ein Minimum reduziert. Dr. Christian Rossmann, CEO von AdditiveLab, dazu: “Schon in der Konzeptphase von AdditiveLab haben wir gesehen, dass Ingenieure aus klein- und mittelgroßen Betrieben das Potential von Simulation wahrnehmen, aber eigentlich so wenig wie möglich Zeit damit verbringen wollen; der Zeitdruck in solchen Firmen ist einfach zu hoch. Wir haben verstanden, dass ein schnelles Feedback der Software wichtig ist und die Berufserfahrung dann den Rest macht. Wenn die Simulation potentielle Schwachstellen verlässlich identifiziert, ist das vielen Ingenieuren absolut ausreichend.” Weiters erläutert er: “Wir haben den Ingenieuren genau zugehört und uns überlegt wie wir die Generierung und Ausführung von Simulationsmodellen so stark wie möglich automatisieren können, ohne die Simulationsgenauigkeit zu kompromittieren. Dies hat zur Entwicklung von AdditiveLab geführt, wo intelligente und hochautomatisierte Algorithmen die Simulation zu einer Einklick-Lösung vereinfachen. Dadurch erleichtern wir Ingenieuren, welche unter hohem Zeitdruck stehen, den Einstieg und die Nutzung von Simulation und geben ihnen die Möglichkeit das Baufehlerrisiko drastisch zu minimieren. Zusätzlich baut der Anwender effizient neues Prozesswissen durch die Simulationsergebnisse auf.”

Services über Simulationssoftware hinaus

Bei AdditiveLab ist man sich bewusst, dass der Verkauf von Simulationssoftware alleine nicht ausreichend ist. Dem dynamischen Start-up ist es wichtig, dass Kunden den vollen Nutzen der Software ausschöpfen. Hierfür bieten sie ihren Kunden enge und regelmäßige Zusammenarbeit und Softwaretrainings an. Weiters bietet AdditiveLab auch Simulationservices für Unternehmen an, die Simulation nutzen
wollen, aber die Software selbst nicht anwenden möchten.

Mit der Software AdditiveLab sind Konstrukteure in der Lage, schon in der Konzeptphase einfach und schnell eine Abschätzung zum Bauprozess zu bekommen.
Speziell bei der Beurteilung eines Baujobs mit mehreren Teilen gibt eine vorherige Simulation wertvolle Hinweise, welche unterschiedlichen Auswirkungen der Bauprozess auf die einzelnen Teile hat.
Die Gründer der AdditiveLab BVBA Dr. Christian Rossmann und Mariam Mir sind davon überzeugt, dass die Möglichkeiten einer Prozesssimulation für die Additive Fertigung auch für klein- und mittelständische Unternehmen zur Verfügung stehen sollte.



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