Fachverlag x-technik
search
 

Schließen

PDF


1zu1 baut kräftig aus

: 1zu1 Prototypen


Das Vorarlberger Hightech-Unternehmen 1zu1 investiert in neue Fertigungsanlagen. Damit entstehen zusätzliche Fertigungskapazitäten vor allem im 3D-Druck, der immer stärker für die Serienfertigung genützt wird. Als kostengünstige Einstiegstechnologie bietet 1zu1 künftig auch das High-Speed-Drucken auf einer Anlage von HP an – und im Geschäftsbereich Spritzguss rundet eine zusätzliche Anlage das Sortiment ab.

/xtredimg/2018/Additive%20Fertigung/Ausgabe244/17215/web/1zu1-EOS-Lasersinteranlagen-2.jpg
Zwei neue EOS P110 Velocis ergänzen den Lasersinter-Maschinenpark im Rapid-Prototyping-Center von 1zu1. (Bilder: Darko Todorovic)

Zwei neue EOS P110 Velocis ergänzen den Lasersinter-Maschinenpark im Rapid-Prototyping-Center...

„3D-Druck geht in Serie. Der Markt wächst nicht nur rasant, er verändert sich auch laufend“, schildert 1zu1-Geschäftsführer Hannes Hämmerle. Neue Technologien, zusätzliche Werkstoffe und sinkende Kosten machen die Additive Fertigung für kleine und mittlere Serien interessant.

Das Unternehmen in Dornbirn (Vorarlberg/Österreich) hat sich als Qualitätsanbieter für professionelle Anwendungen positioniert und ergänzt deshalb laufend sein Angebot. „Im Bereich der Additiven Fertigung sind wir breit und gut aufgestellt. Technologisch sind wir ganz vorne“, ist Co- Geschäftsführer und CTO Wolfgang Humml überzeugt (siehe Interview).

Vier neue 3D-Druckanlagen

Allein in den vergangenen Wochen gingen vier neue 3D-Druckmaschinen in Betrieb: Zwei EOS P110 Velocis ermöglichen Lasersintern in höchster Qualität und in Top-Speed. Laut 1zu1 sind sie um ein Drittel schneller als die Vorgängermodelle – die Teile werden binnen 24 Stunden produziert – und ermöglichen zudem eine nahezu perfekte Wiederholgenauigkeit der Bauteile.

Hohe Geschwindigkeit verspricht auch HP, das neu am Markt für 3D-Druck ist und seine Eigenentwicklung Multi Jet Fusion MJF als Alternative zum Lasersintern positioniert. „Wir sehen bei HP derzeit vor allem eine kostengünstige Einstiegstechnologie“, betont Humml. „Die
/xtredimg/2018/Additive%20Fertigung/Ausgabe244/17215/web/1zu1-HP-Jet-Fusion.jpg
Eine kostengünstige Einstiegstechnologie sieht 1zu1 derzeit in den 3D-Druckern von HP. Das Unternehmen nimmt im November einen ersten HP Jet Fusion 3D 4200 in Betrieb.

Eine kostengünstige Einstiegstechnologie sieht 1zu1 derzeit in den 3D-Druckern...

Nachfrage der Kunden ist bereits da.“ Ein HP Jet Fusion 3D 4200 ist bei 1zu1 ab November in Betrieb.

Ebenfalls neu im Anlagenpark des Vorarlberger Unternehmens ist eine ProX 800, eine große Stereolithografie-Anlage. Sie produziert Teile bis zu einer Diagonale von fast einem Meter in höchster Qualität. Die hohe Oberflächenqualität kleiner STL-Teile wird mit der ProX 800 auch bei großen Teilen möglich. Seit einigen Monaten in Betrieb ist eine der weltweit ersten Anlagen zum Färben von Lasersinterteilen in 170 RAL-Wunschfarben. Insgesamt investierte 1zu1 in diesem Jahr über 1 Mio. Euro in neueste 3D-Drucktechnik.

Größere Teile im Spritzguss

Im Bereich Spritzguss ergänzt 1zu1 seine Produktionskapazitäten um eine vollelektronische Maschine mit 160 t Schließkraft. Mit der Maschine von Sumitomo Demag kann das Unternehmen künftig noch größere Teile im Spritzguss herstellen. Sie ist universell ausgerüstet und damit für jede Art von Spritzgussteilen vorbereitet.

1zu1 arbeitet im Spritzguss ausschließlich mit gefrästen Aluwerkzeugen, die eine Serienfertigung bis zu 50.000 Teilen
/xtredimg/2018/Additive%20Fertigung/Ausgabe244/17215/web/1zu1-Geschaeftsfuehrer-Hannes-Haemmerle-Wolfgang-Humml-2018-2.jpg
Die beiden Geschäftsführer von 1zu1, Hannes Hämmerle (links) und Wolfgang Humml, investieren massiv vor allem in 3D-Druckanlagen.

Die beiden Geschäftsführer von 1zu1, Hannes Hämmerle (links) und Wolfgang...

zu geringeren Kosten ermöglichen als konventionelle Stahlwerkzeuge. „Unsere Aluwerkzeuge sind für Spritzgussteile bis zu 160 t problemlos geeignet“, schildert Geschäftsführer Wolfgang Humml. „Jetzt haben wir auch die Produktionsmöglichkeiten dafür im Haus.“

Drei Fragen an Wolfgang Humml, 1zu1-Geschäftsführer

Sie investieren in diesem Jahr massiv in Additive Fertigung. Welches Potential sehen Sie in diesem Bereich?

Der Markt wächst weltweit massiv. Immer öfter werden 3D-gedruckte Teile in der Serienfertigung eingesetzt. Mit den neuen Anlagen erweitern wir unser Angebot noch einmal zusätzlich. So können wir unsere Kunden sehr rasch und in höchster Qualität auch mit Serienteilen beliefern.

Wie reagieren Sie auf den Preisverfall und die Billig-Konkurrenz aus Fernost?

Wir spüren den Preisdruck natürlich. Was wir dagegenhalten, lässt sich in zwei Worten ausdrücken: Quick & Quality. Wir haben eine Vielfalt an Technologien und Anlagen im Haus, wie nur wenige Anbieter. Additive Fertigung, Spritzguss, Vakuum- und Metallguss –
und eine große Zahl an Möglichkeiten im Finish. So können wir höchste Qualität, kurze Fertigungszeiten und strengste Geheimhaltung garantieren.

Was sind die Herausforderungen der Serienfertigung?

Vor allem geht es um gleichbleibend hohe Qualität, für die wir als eines von wenigen Unternehmen weltweit mit dem AMQ-Siegel ausgezeichnet wurden. Dank unserer großen Technologievielfalt können wir die geeignetste und günstigste Fertigungsmöglichkeit empfehlen. Wir entwickeln den Markt aktiv, informieren und schulen die Konstrukteure unserer Kunden. So sind wir in vielen Fällen Partner unserer Kunden und nicht nur ein austauschbarer Lieferant.

formnext Halle 3.1, Stand H49

Zwei neue EOS P110 Velocis ergänzen den Lasersinter-Maschinenpark im Rapid-Prototyping-Center von 1zu1. (Bilder: Darko Todorovic)
Eine kostengünstige Einstiegstechnologie sieht 1zu1 derzeit in den 3D-Druckern von HP. Das Unternehmen nimmt im November einen ersten HP Jet Fusion 3D 4200 in Betrieb.
Die beiden Geschäftsführer von 1zu1, Hannes Hämmerle (links) und Wolfgang Humml, investieren massiv vor allem in 3D-Druckanlagen.
Die große Stereolithografie-Anlage ProX 800 produziert Teile bis zu einer Diagonale von fast einem Meter in höchster Qualität.



Zum Firmenprofil >>



Im Gespräch

AdobeStock_328514808.jpgCorona – Hilfsprojekte
Zahlreiche Unternehmen bieten zurzeit Unterstützung bei der Beschaffung und Bereitstellung von Material und Komponenten für die Versorgung mit Schutzausstattung und Teilen für Beatmungsgeräten. Details zu den Anbietern und Netzwerken dazu finden Sie im Artikel.
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren