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11. Ranshofener Leichtmetalltage 2020 - digital

: AIT


Leichtbau durch die Anwendung von Leichtmetallen ist ein wesentlicher Innovationstreiber, um ein nachhaltiges, ressourcenschonendes Transportwesen zu etablieren. Auf den diesjährigen 11. Ranshofener Leichtmetalltagen, kurz LMT, stand alles im Zeichen von Dekarbonisierung und Digitalisierung – nicht zuletzt das virtuelle Veranstaltungsformat selbst. 13 hochkarätige Referenten und Keynote-Speaker präsentierten neueste Forschungsergebnisse der Werkstoffwissenschaften, der Prozesstechnologien und Zukunftstechnologien wie das Additive Manufacturing.

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Die Übertragung der 11. Ranshofener Leitmetalltage 2020 erfolgte ganztags per Live-Stream aus einem Studio in Wien.

Die Übertragung der 11. Ranshofener Leitmetalltage 2020 erfolgte ganztags per...

Die Fachkonferenz wurde am 3. September ganztags per Live-Stream aus einem Studio in Wien übertragen. Vor Ort waren der Moderator und Veranstalter der LMT Dr. Christian Chimani, der jeweilige Session Chair und die Keynote-Speaker, die ihre Vorträge live gehalten haben. Die Vorträge der Referenten wurden bereits vorab aufgezeichnet. Um Fragen live zu beantworten, wurden die Referenten während des Programms per Zoom zugeschaltet. Die Teilnehmenden konnten per Chat Fragen zu den Vorträgen stellen. Zusätzlich zum Live-Stream gab es eine Postergalerie mit zweiminütigen Kurzvideos der Posterautoren.

Highlights der Additiven Fertigung

Dr. Waldemar Sokolowski, Produktmanager der Firma Oskar Frech GmbH, zeigte in seinem Vortrag eindrucksvoll, wie durch zwei Lösungsansätze die Standzeit von 3D-gedruckten Formeinsätzen verlängert werden kann. Zum einen durch konturnahe Kühlkanäle, die den Wärmehaushalt wesentlich verbessern, zum anderen durch die Verwendung eines neuartigen, sehr duktilen Werkzeugstahls mit einer hohen Wärmefestigkeit, der die Rissbildung durch Thermoschocks minimiert. Diese beiden Lösungen führten zur Verdreifachung der Lebensdauer dieses Kerns.

In der Session Zukunftstechnologie AM zeigte Dr. Thomas Klein vom LKR Ranshofen die drahtbasierte additive Fertigung zur Herstellung von metallischen Komponenten mittlerer Komplexität mit einer hohen Aufbaurate. Die Herstellung von Aluminiumbauteilen durch diese Technologie, zum Beispiel für Strukturbauteile des Flugzeugrumpfes, wurde bisher durch die Nichtverfügbarkeit von Hochleistungslegierungen mit guter Verarbeitbarkeit und geringer Heißrissanfälligkeit erschwert.
In dieser Arbeit wurde eine neuartige Legierung auf der Basis eines Al-Zn-Mg-Cu-Systems entwickelt und erfolgreich mittels drahtbasierter Additiver Fertigung ohne Auftreten von Heißrissen verarbeitet.

Abschließend zeigte Univ.-Prof. Dr. Peter Mayr von der Technischen Universität München, dass sich das Diffusionsfügen hervorragend für die Additive Fertigung eignet. Beim Layer-Laminated-Manufacturing werden artgleiche oder artfremde Blechwerkstoffe über Diffusionsvorgänge miteinander stoffschlüssig verbunden. Dieses Verfahren eignet sich besonders zur Herstellung von Apparaten, Reaktoren und Wärmetauschern aus unterschiedlichen Werkstoffen oder Werkstoffkombinationen.

Die Übertragung der 11. Ranshofener Leitmetalltage 2020 erfolgte ganztags per Live-Stream aus einem Studio in Wien.
Am LKR werden neuartige Legierungen für die drahtbasierte Additive Fertigung entwickelt, die optimierte mechanische Eigenschaften ermöglichen.


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Das 1964 gegründete Familienunternehmen Weirather Maschinenbau und Zerspanungstechnik GmbH beschäftigt derzeit 25 Mitarbeiter und beheimatet auf etwa 1.200 m² Betriebsfläche einen modernen Maschinenpark aus Dreh- und Fräsbearbeitungszentren, eine Montage und eine Qualitätssicherung. Das Entwicklungsteam besteht aus den beiden Geschäftsführern Günter und Albin Weirather und deren beiden Söhnen Mario und Patrick. Ein kleines, schlagkräftiges Team, das den Großen der Branche die Stirn bieten möchte. Das Interview führte Georg Schöpf, x-technik
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